Erweiterte Urindiagnostik

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Erweiterte Urindiagnostik

In der erweiterten Urindiagnose wird zunächst ein klassischer Urinstatus durchgeführt. Es werden unter anderem folgende Kenngrößen untersucht: pH-Wert und spezifisches Gewicht, Eiweiß (Proteingehalt), Zucker (Harnglukose), Weiße Blutkörperchen (Leukozyten), Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) und roter Blutfarbstoff (Hämoglobin), Nitrit, Kreatinin und Harnstoff und Ketone.

Als zweites Verfahren verwenden wir den Urinüberschichtungstest. Mit dem Urinüberschichtungstest können schnell und einfach z. B. Gärungs- und Fäulnisprozesse im Darm, Fehlbesiedelungen, die Schleimhautsituation sowie funktionelle Galle- und Leberstörungen diagnostiziert werden.

Über die Bestimmung der organischen Säuren (Organix) lassen sich jetzt auch umfassend zelluläre Stoffwechselprozesse untersuchen: Energie-, Darm- und Neurostoffwechsel, Entgiftungskapazität, B- Vitamine.

Ein weiteres innovatives diagnostisches Verfahren der erweiterten Urindiagnose ist die Nitrostress-Messung sowie die Bestimmung derLactat/ Pyruvat- Ratio: Mitochondriale Funktionsstörungenhaben sich als eine der Hauptursachen neurodegenerativer  und neurometabolischer Erkrankungen (Erkrankungen des Nervensystems  und Hirnstoffwechselstörungen) beim Menschen herausgestellt. Eine Laktat-Azidose ist ein häufig anzutreffender Befund bei Funktionsstörung der Mitochondrien, den Kraftwerken und Stoffwechselzentralen unserer Zellen. In Analogie zum oxidativen Stress, bei dem freie Sauerstoff-Radikale das Gleichgewicht im Körper zugunsten oxidationsfördernder Prozesse verschieben, spricht man bei der überschießenden Bildung des Radikals Stickstoffmonoxid vom Nitrostress. Die komplexen Funktionsstörungen, die sich auf zellulärer und mitochondrialer Ebene abspielen, führen zu Symptomen, die für Multisystemerkrankungen wie z. B. dem chronischen Müdigkeitssyndrom typisch sind. Der zelluläre Sauerstoffmangel führt zu einem chronischem Energiedefizit und ausgedehnten Stoffwechselstörungen. Dies trifft besonders stark energiebedürftige Organe wie das zentrale Nervensystem und die Muskulatur. Die unzureichende Energiekapazität äußert sich in einer extremen physischen und psychischen Erschöpfung mit immer länger werdenden Erholungsphasen. Das Konzentrationsvermögen ist äußerst eingeschränkt, Ausdauerleistungen sind kaum mehr möglich. Die Betroffenen leiden unter einer chronischen mangelhaften Immunabwehr mit wiederkehrenden therapieresistenten Infekten. Bisherige Untersuchungsverfahren waren nicht in der Lage, die komplexe Auswirkung des Nitrostresses auf zellulärer und mitochondrialer Ebene zu erfassen. Neuere Untersuchungsverfahren, die in der Labordiagnostik eine hohe personelle und apparative Ausstattung erfordern, sind in der Lage, Nitrostress zu detektieren. Damit stehen erstmalig objektive und reproduzierbare Laborparameter für bislang als psychisch oder psychosomatisch bedingt interpretierte Erkrankungen zur Verfügung, aus denen sich auch neue therapeutische Leitlinien ergeben.

Zur Diagnostik von chronischen Infektionen mit Viren, Parasiten und intrazellulären Erregern und zur Prognose von kardiovaskulären Erkrankungen und Krebs kann Neopterin bestimmt werden.

Ein sehr modernes diagnostisches Instrument ist die Neurostress- Messung, das Neurobalance- Profil:
Die neuere medizinische Forschung kennt inzwischen eine große Anzahl gesundheitlicher Störungen, die auf erworbenen Fehlregulationen der Neurotransmittersysteme zurückzuführen sind. Dabei besteht eine andauernde Dysbalance zwischen anregender und dämpfender Aktivitätslage. Bei rund der Hälfte aller Patienten – vor allem in den allgemeinärztlichen Praxen – stehen heute, mit stetig steigender Tendenz, derartige Gesundheitsstörungen im Vordergrund. Sie stellen daher einen bedeutenden wirtschaftlichen und sozialen Faktor dar. Sowohl physischer als auch psychischer Stress kann nachhaltige Auswirkungen auf das körperliche und seelische Wohlbefinden des Menschen haben. Die zentralnervöse Abstimmung und Feinkoordination einer Stressantwort erfolgen im Zusammenspiel mit den Hormonen der Nebenniere - von Cortisol, DHEA mit den ebenfalls anregenden Neurotransmittern Noradrenalin, Adrenalin und Glutamat und in enger Wechselwirkung mit dem eher dämpfenden Serotonin sowie GABA.