IPT/ IPTLD: Insulin potenzierte low- dose Chemo- Therapie

IPT/ IPTLD: Insulin potenzierte low- dose Chemo- Therapie

Die Insulin-Potenzierte Therapie (IPT), auch Insulin Potentation Therapy Low Dose (IPTLD) genannt, ist eine exakte und gut begründete Therapieform, die als sanfte Alternative zu konventionellen Chemotherapien bei Krebserkrankungen und zur effektiven Behandlung bei Borreliosen, Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises sowie bei viralen und chronischen Erkrankungen eingesetzt werden kann.

Die zentrale Rolle in der IPT spielt das Insulin. Dieses körpereigene Hormon wird in der Bauchspeicheldrüse hergestellt und dient dem Transport von Nährstoffen aus dem Blut in die Zellen hinein. Insulin ist dementsprechend der Türöffner, der die Zellmembranen (die äußere Hülle der Zellen) durchlässig macht. Ist nicht genügend Insulin vorhanden, kann keine Nährstoffzufuhr stattfinden und so leiden auch gesunde Zellen rasch an Glukoseknappheit, wie dies etwa bei Diabetes der Fall ist.

Da Insulin also der generelle Türöffner der Zellen ist, bedeutet dies, dass mithilfe dieses Hormons nicht nur Nährstoffe, sondern auch ganz gezielt und wohldosiert andere Substanzen wie z. B. Medikamente in die Zellen eingebracht werden können. Die IPT "vergiftet" selektiv die erkrankten Zellen und schont weitgehend die gesunden Zellen.

Das Hormon Insulin und seine Rolle im Krebsgeschehen

Weshalb und wie Krebs entsteht, ist bis heute nicht vollständig erforscht. Fakt ist jedoch, das gesunde Zellen plötzlich mutieren und durch autonomes, scheinbar planloses und zerstörerisches Wachstum nicht mehr den normalen Regularien gesunder Zellen unterliegen. Diese entarteten Zellen fangen an zu wuchern und bilden Tumoren. Im Gegensatz zu gesunden Zellen ernähren sich Krebszellen nahezu nur von Glukose (Traubenzucker) und bilden dementsprechend auf ihrer Zellmembran weitaus mehr sog. "Insulinrezeptoren" aus, d.h. Türen für das Insulin, als gesunde Zellen. Je nach Krebsart können Krebszellen so bis zu 20 x mehr Nährstoffe aufnehmen als die gesunden Zellen - sie drängeln sich bei der Nährstoffaufnahme sozusagen vor und "nehmen alles was sie kriegen können", um es landläufig auszudrücken. Darüber hinaus teilen sich Krebszellen, um sich zu vermehren, ungleich öfter als normale Zellen. Je nach Aggressivität der Krebsart wechseln sich Ruhe- und Teilungsphasen sogar mehrmals täglich ab.

Konventionelle Chemotherapien

Weltweit werden heute verschiedene standardisierte Chemotherapien bei Krebserkrankungen verabreicht. Hierzu verwendet man sog. Zytostatika. Dies sind natürliche oder synthetische, für den Organismus extrem giftige Substanzen, die das Zellwachstum und die Zellteilung hemmen sollen. Das Problem dabei: Die bei konventionellen Chemotherapien zum Einsatz kommenden Stoffe sind nicht nur für die zu bekämpfenden Krebszellen zerstörerisch, sondern auch für gesunde Zellen. Sie ziehen auch andere Stoffwechselvorgänge, die mit schnell wachsenden Zellen verbunden sind, wie z. B. Haarwurzelzellen, die Schleimhaut in Mund und Magen oder im Darm-Trakt, in massive Mitleidenschaft. Die Folge ist, dass die Belastungen einer einmaligen Chemotherapie für den Patienten so groß sind, dass i. d. R. eine Pause von ca. sechs Wochen bis zur nächsten Gabe eingehalten werden muss - andernfalls würde der Organismus des Patienten allein wegen der Nebenwirkungen der Chemotherapie (und nicht wegen des Krebsgeschehens selbst) kapitulieren. Doch in dieser ca. sechswöchigen Pause haben die verbliebenen Krebszellen jede Menge Zeit, sich wiederum zu teilen und zu vermehren, zu wuchern und Tochterzellen (die sog. Metastasen) zu bilden. Es ist also ein Kampf gegen die Zeit - mit ungewissem Ausgang.

Die Insulin-Potenzierte Therapie - eine sanfte Alternative zur klassischen Chemotherapie

Bei der Insulin-Potenzierten Therapie hingegen, die sich den Türöffner Insulin auf den Zellmembranen der Krebszellen zunutze macht, können Zytostatika und auch andere Stoffe wie Antibiotika in weitaus geringerer Dosis als bei der konventionellen Chemotherapie in den Organismus eingebracht werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Da nur 10 - ca. 20% der sonst notwendigen Medikamente benötigt werden, reduzieren sich die Nebenwirkungen um ein Vielfaches und der Patient kann die Behandlung in rascherer Abfolge (i.d.R. ein- oder gar zwei Mal die Woche) erhalten. So haben die Krebszellen viel weniger Zeit, sich zu regenerieren und sich weiter zu vermehren.

Statt sich also - wie bei konventionellen Chemotherapien üblich und notwendig - an der Belastung durch die Nebenwirkungen orientieren zu müssen, kann sich der mit der IPT behandelnde Arzt auf die Auslöschung des Krebsgeschehens selbst konzentrieren. Hierzu sei angemerkt, dass die IPT insbesondere bei kleineren Tumoren (z.B. bei Brustkrebs ohne Metastasenbildung) in der Lage sein kann, Krebszellenkolonien vollständig zu zerstören. Je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist, desto schwieriger und langwieriger ist es natürlich auch mit der IPT, dem Krebs Einhalt zu gebieten.

Ebenso wie bei den konventionellen Chemotherapien ist es deshalb stets individuell notwendig, vorab eine genaue Diagnostik zu erstellen und die jeweilige Wirksamkeit der zur Auswahl stehenden Zytostatika für den Patienten ex vivo zu eruieren (Chemosensibilitätstest).

Die Insulin-Potenzierte Therapie bei Borreliose und anderen Erkrankungen

In erster Linie wird die IPT zwar als sanfte Chemotherapie bei Krebs eingesetzt. Doch auch bei anderen hartnäckigen und bis dato nur schwer zu therapierenden Erkrankungen kann die IPT von großem Nutzen sein.

Die Borreliose (auch Lyme-Borreliose oder in ihren Unterkategorien anders genannt) ist eine multisystemische Infektionskrankheit, die jedes Organ, das menschliche Nervensystem, die Gelenke und verschiedene Gewebe befallen kann. Die Übertragung dieser heiklen, oft schwerlich zu diagnostizierenden Erkrankung erfolgt in unseren Breitengraben fast ausschließlich über eine als Holzbock bekannte Zeckenart (in seltenen Fällen auch durch Mücken oder Bremsen). Im Erkrankungsfall finden sich neben Infektionen meist noch andere Belastungen, die es zu erfassen gilt. Denn erst eine Vielzahl an möglichen "Schädigern" schwächt das individuelle Immunsystem so nachhaltig, dass es zum Krankheitsausbruch kommen kann.

Ist die Borreliose ausgebrochen, leidet der Patient unter zahlreichen Symptomen und Beschwerden wie z. B. chronischen Kopfschmerzen, ständiger Erschöpfung, Herzbeschwerden und Polyneuropathien bis hin zu Lähmungserscheinungen.

Die landläufige Behandlung einer Borreliose geschieht u. a. mit Antibiotika. Doch ebenso wie bei den klassischen Chemotherapien in der Krebsbehandlung führt die meist über Monate verabreichte konventionelle Antibiotika-Therapie zu verschiedensten Nebenwirkungen, die den Organismus des Patienten weiterhin schwächen und ganz besonders das Immunsystem. So überwiegen bei der konventionellen Therapie oft die negativen Auswirkungen die angestrebten positiven Effekte bei weitem.

Auch hier hilft das Insulin, zuvor sorgfältig ausgewählte Antibiotika nur zu einem Bruchteil der Menge tatsächlich gezielt in das Innere der Zellen einzuschleusen. Dort nämlich "verstecken" sich die Borrelien und sind auf konventionelle Art für eine Antibiotika-Therapie nicht zu erreichen.

Gleiches gilt für jene Erkrankungen, denen eine chronische Infektion zugrunde liegt. Hierzu gehören die Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises wie z. B. chronische Arthrosen und Arthritiden (Multiple Sklerose, Autoimmunerkrankungen). Viele Bakterien und Viren sind mit den heute bekannten Therapieverfahren nicht zu erreichen und damit auch nicht zu eliminieren.

Die IPT hingegen sorgt dafür, dass diese Erreger dank des Insulins als gleichsam "Trojanischem Pferd" im Inneren der Zellen aufgespürt und zielgenau attackiert bzw. unschädlich gemacht werden können.

Wichtig bei allen Einsätzen der IPT ist, dass der behandelnde Arzt sorgfältig und umfangreich in der Anwendung der Insulin-Potenzierten Therapie ausgebildet wurde und dementsprechend die notwendige Erfahrung und Sicherheit hat, die IPT bestmöglich und Patienten-individuell einzusetzen.

Anwendungsgebiete der IPT

Die Insulin-potenzierte Therapie kann aufgrund ihrer Wirkungsweise bei vielen Erkrankungen angewandt werden. Auch wenn sie heutzutage vor allem bezüglich ihrer sanften Verlaufsform und als nahezu nebenwirkungsfreie Methodik in der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt wird, sind ihre Einsatzgebiete doch weitaus größer.

Die nachfolgende Liste gibt Ihnen eine allgemeine Übersicht jener Indikationen, die bisher mit der IPT als zentrale oder additive Behandlungsmethode therapiert wurden. Bitte beachten Sie jedoch hierzu auch unsere Hinweise zum Heilmittelwerbegesetz.

Krebserkrankungen

Wir kennen heutzutage über 100 Krebsarten bzw. Erkrankungen, die unter dem Sammelbegriff Krebs geführt werden. Auf kaum einem anderen medizinischen Feld wird seit Jahrzehnten so umfangreich und kostenintensiv - und doch auch sehr einseitig - geforscht wie in der Diagnose und Behandlung von Krebs.

Viele Indizien in der Krebsforschung deuten auf infektiöse bzw. parasitäre Ursachen hin. Es ist mittlerweile erwiesen, dass Krebs (auch) durch Defekte der Mitochondrien, also der zelleigenen „Kraftwerke“, entsteht. Denn gerade bei Krebs-Patienten werden sehr häufig Schwermetallbelastungen, Defizite an Spurenelementen, Aminosäuren und Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln festgestellt. All dies und vieles mehr kann untersucht werden. Auch findet man häufig eine Vielzahl an Infektionen, mit denen sich der Betroffene – oft, ohne dass er es bemerkt hätte – auseinander gesetzt hat. Analoge Befunde findet man bei AIDS-Patienten, allerdings mit anderer Gewichtung. Diese diagnostischen Ergebnisse bieten so eine Basis für ein möglichst kausales Behandlungskonzept. Der andere Grundsatz heißt, die Behandlung möglichst schad- und nebenwirkungsfrei zu halten. Die IPT entspricht diesem Grundsatz.

Borreliosen

Die Borreliose wurde erstmals 1975 im US-Bundesstaat Connecticut nach dem gehäuften Auftreten von Gelenksentzündungen beschrieben und ist bis zum heutigen Tage zum Teil nur schwer diagnostizier- und behandelbar. So geschieht es häufig, dass eine Borreliose erst Jahre nach der Infektion durch eine Zecke endlich als solche erkannt wird, nachdem zahlreiche andere Diagnosen gestellt worden waren und so wertvolle Zeit für eine effektive Therapie verstrichen ist. In Deutschland gibt es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle bzgl. der Ansteckungs- bzw. Übertragungsgefahr der vom Holzbock übertragenen Bakterienstämme Borrelia burgdorferi, Borrelia sensu strictu, Borrelia garnii, Borrelia afzelii und Borellia spielmanii. So sind in den norddeutschen Bundesländern nur 6% bis 10% der Zecken mit Borrelien infiziert, im Süden jedoch liegen die Quoten bei bis zu 50%. Allerdings werden viele Zeckenstiche und damit mögliche Infektionen oft gar nicht bemerkt und es treten Krankheitserscheinungen auf, die anfangs niemand in Verbindung mit Zeckenstichen bringt.

Autoimmunerkrankungen

Eine Immunschwäche ist von einer verminderten Reaktionsbereitschaft des Immunsystems gekennzeichnet. Eine Autoimmunerkrankung zielt in eine kontraproduktive Richtung des Immunsystems: Der Körper ist sensibilisiert und richtet sich gegen körpereigene antigene Substanzen, also gegen sich selbst. Die Ursachen dafür sind kaum bekannt. Die schulmedizinische Diagnose wird durch den Nachweis von Auto-Antikörpern erbracht, eine zielführende Therapie im Rahmen der Schulmedizin konnte bis dato nicht entwickelt werden.

Eine Autoimmunreaktion kann zur Schädigung von Organen bzw. des gesamten Organismus führen. Einige wenige Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind:

  • Hashimoto (Schilddrüsenerkrankung)
  • Lupus Erythematodes
  • Colitis Ulcerosa
  • Multiple Sklerose

Die IPT kann analog zu ihrer Funktions- und Wirkungsweise dementsprechend kausal bei o. g. Erkrankungen eingesetzt werden.

Textquelle und weitere Infos: Europäischer Fachverband für Insulin- Potenzierte Therapie (IPT/ IPTLD)